Oelmann, Christin
Vom Judenstaat zum jüdischen Staat
Die Bedeutung Theodor Herzls für die Bewegung des religiösen Zionismus nach 1900
AVMpress
94 Seiten
21 x 14,8 cm
Softcover
Erscheinungstermin 01.07.2010
Bestell-Nr. 4063528
ISBN 978-3-86924-681-9
Preis 29,90 (inkl. 7% Mwst)
lieferbar/Print-On-Demand

Zum Inhalt

Die Spannung im Staatsverhältnis liberaler und orthodoxer Juden prägt das heutige Israel nachhaltig. Ihre Wurzeln hat diese Spannung in der Entstehungsgeschichte des Zionismus. Sie sind das Thema der vorliegenden Arbeit. Diese geht von der Beobachtung aus, dass Theodor Herzls Projekt eines „Judenstaates“, welches am Anfang der zionistischen Bewegung stand, von orthodoxen Juden in ihrer Mehrzahl aus genuin religiösen Gründen abgelehnt wurde. Herzl, der sich v.a. unter dem Eindruck der Dreyfus-Affäre zu seiner Schrift angeregt sah, bot auch kaum Anknüpfungspunkte für eine religiöse Deutung seines Vorhabens. Allerdings gab es auch unter den streng religiösen Juden zionistische Strömungen, welche die Siedlungsidee als Teil der Heilsgeschichte und als Voraussetzung genuin religiöser Erneuerung betrachteten. Aus diesen Strömungen entstand 1902 der Misrachi als eigenständige rabbinische zionistische Organisation, deren Ziele in dieser Arbeit dargestellt und mit den denen des politischen Zionisten Herzl verglichen werden.