Bobineau, Julien / Goldmann, Julius / Goldschmitt, Stefanie / Hess
Zentrum und Peripherie
Beiträge zum 32. Forum Junge Romanistik in Würzburg (16.–19. März 2016)
Reihe Forum Junge Romanistik, Band-Nr. 23
AVM.edition
265 Seiten
21 x 14,8 cm
Hardcover
Erscheinungstermin 07.12.2018
Bestell-Nr. 95477-082
ISBN 978-3-95477-082-3
Preis 32,90 (inkl. 7% Mwst)
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Zum Inhalt

Vom 16.-19. März 2016 fand das Forum Junge Romanistik zum Thema „Zentrum und Peripherie“ an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg statt. Die dialektischen Begriffe Zentrum und Peripherie werden im vorliegenden Band dabei aus literatur-, sprach- und kulturwissenschaftlicher Perspektive betrachtet. Ihre Relevanz in der Romania wird hierbei in den einzelnen Beiträgen anhand geographischer, räumlicher, historischer, gesellschaftlicher und sprachlicher Aspekte untersucht, um auf diese Weise verschiedene Betrachtungsweisen und Analysemethoden einzubeziehen. Der Band bietet neben einer heterogenen Herangehensweise an die Dimensionen des Begriffspaars eine strukturierte Darstellung der einzelnen untersuchten Phänomene. Die beiden Themenblöcke fokussieren einerseits vielfältige literaturwissenschaftliche Betrachtungen der Dichotomie des Begriffspaars, andererseits auch die sprachwissenschaftlichen Konzeptionen von Zentrum und Peripherie. Somit werden neue Sichtweisen sowohl auf zentrale als auch periphere Phänomene in der romanistischen Forschung eröffnet, indem zum einen die Bandbreite der (traditionellen) Zentren und Peripherien dargelegt wird und zum anderen auf aktuelle Diskussionen im Kontext der zwei Begriffe referiert wird.


Du 16 au 19 mars 2016 s’est tenu à l’université Julius Maximilian de Würzburg le forum de la jeune romanistique sur le thème « Centre et périphérie ». Les notions dialectiques de centre et de périphérie sont illustrées dans l’ouvrage qui suit selon des perspectives littéraires, linguistiques et culturelles. Leur portée pour l’espace roman est analysée dans les différents articles par le biais de facteurs géographiques, spatiaux, historiques, sociétaux et langagiers, afin d’inclure de cette façon divers points de vues et méthodes. Le volume propose, à côté d’une approche hétérogène des dimensions des deux notions, une présentation structurée de chaque phénomène étudié. Les deux grands domaines thématiques mettent en gros plan non seulement des considérations littéraires multiples sur la dichotomie du duo notionnel, mais aussi les conceptions linguistiques de ce que sont le centre et la périphérie. Ainsi sont apportés de nouveaux regards dans la recherche romane, aussi bien sur les phénomènes centraux que sur les phénomènes périphériques, par le fait que, d’une part l’éventail des thèmes (traditionnels) sur les centres et périphéries est représenté, et que d’autre part, les discussions actuelles autour des deux notions sont prises en compte.


Die Herausgeber
Julien Bobineau studierte von 2007 bis 2012 Galloromanische Philologie, Öffentliches Recht und Philosophie an der Universität Würzburg. Im Jahre 2017 erlangte der Literatur- und Kulturwissenschaftler mit einer Arbeit unter dem Titel Koloniale Diskurse im Vergleich. Die Repräsentation von Patrice Lumumba in der kongolesischen Lyrik und im belgischen Drama, die vom Bayerischen Elitenetzwerk gefördert wurde, den Doktorgrad. Derzeit ist Bobineau als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Neuphilologischen Institut der Universität Würzburg angestellt.


Julius Goldmann studierte an den Universitäten Würzburg und Siena (Italien) Romanistik und Kunstgeschichte und hat in seiner Promotion Gaddas Mailand – Ein Beitrag zur Großstadtliteratur das Frühwerk des italienischen Schriftstellers und Ingenieurs Carlo Emilio Gadda untersucht. Momentan forscht er als Redakteur im Projekt Kallimachos des BMBF – Teilprojekt Narragonien. Dort beschäftigt er sich mit der Erarbeitung einer Onlineedition von 15 Inkunabeln, die als Urtext das Narrenschiff des Straßburger Gelehrten Sebastian Brant um 1500 gemein haben.

Stefanie Goldschmitt studierte an den Universitäten Würzburg, Erlangen und München Germanistik und Romanistik. Sie promovierte zum Thema Französische Modalverben in deontischem und epistemischen Gebrauch. Seit 2007 lehrt und forscht sie an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Ihr aktuelles Forschungsinteresse gilt Sprachkontaktsituationen in Bolivien, der Verbsemantik der französischen und spanischen Bewegungsverben sowie morphologischen Besonderheiten der Superlativbildung im Spanischen.

Robert Hesselbach studierte an den Universitäten Würzburg, Austin (USA) und München Romanistik und Anglistik/Amerikanistik. Er promovierte mit einer Arbeit zur Diaphasische[n] Variation im Spanischen mit einem Ausblick auf das Französische – eine empirische Studie zur syntaktischen Komplexität funktionaler Stile. Momentan forscht er zur Grammatik des Spanischen und einer Regionalsprache (poitevin-saintongeais) Frankreichs.

Gabriella Lambrecht studierte an den Universitäten Würzburg und Swansea (Wales) Romanistik, Anglistik/Amerikanistik und Geographie. In ihrer Dissertation analysiert sie Machtdiskurse und rhetorische Strategien der Sympathielenkung im Rahmen der Darstellung der peruanischen Bürgerkriege (1537-1554) in Historiographien. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Französische und Italienische Literaturwissenschaft der Universität Würzburg. Neben dem Forschungsschwerpunkt der Postcolonial Studies beschäftigt sie sich weiterhin in ihrer Forschung mit Phänomen der Serialität, Transmedialität, und Psychoanalyse.