"Aufs Land!“ oder "Rheinische Hachschara“
Jüdische landwirtschaftliche und gärtnerische Ausbildungsstätten in der Rheinprovinz zwischen „Rücksiedlung“ und „religiöser Erneuerung“ (1933–1939)
AVM.edition
137 Seiten
25 x 17,6 x 1 cm
Hardcover
Bestell-Nr. L95477197
ISBN 978-3-95477-197-4
Leseprobe
Inhaltsverzeichnis
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25 x 17,6 x 1 cm
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in Vorbereitung
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Schwanthalerstr. 81
80336 München
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Zum Inhalt
Der Band schlägt ein wenig bekanntes Kapitel jüdischer Geschichte im 20. Jahrhundert auf. Junge Juden und Jüdinnen ziehen in der NS-Zeit aufs Land, um sich landwirtschaftlich oder gärtnerisch ausbilden zu lassen. Sie tun das mit unterschiedlichen Zielen, je nachdem, ob sie assimilatorisch, zionistisch oder religiös eingestellt sind. In der Rheinprovinz bestanden zwischen 1933 und 1939 entsprechende Kollektivausbildungsstätten. Als eine Berufsausübung in Deutschland sich schon bald nach der Machtergreifung als illusorisch erwies, war den assimilatorischen Bestrebungen buchstäblich der ,Boden‘ entzogen. Da die zionistischen und religiösen Bestrebungen von vornherein auf die Auswanderung gerichtet waren, erfuhren ihre Ausbildungsstätten eine längere Duldung und konnten größere Gruppen auf ein Landarbeiterleben in Erez Israel („Land Israel“) vorbereiten. Das geschah in Kibbuzim und wurde Hachschara („Ertüchtigung“) genannt. Insbesondere die religiöse Hachschara wurde bisher verkannt. Über die Einrichtungen in der Rheinprovinz hinaus werden die mit ihnen in Verbindung stehenden Ausbildungsstätten im In- und Ausland in den Blick genommen. Ebenso werden die Beziehungen zu Kibbuzim in Palästina/Israel aufgezeigt. Der Band verfolgt das Ziel, eine in der Forschung eher randständige Region als „Rheinische Hachschara“ sichtbarer zu machen.