Hertrampf, Marina Ortrud M. / von Hagen, Kirsten (Hg.)
Selbst- und Fremdbilder von Roma in Comic und Graphic Novel
Vom Holocaust bis zur Gegenwart
AVM.edition
277 Seiten
21 x 14,8 x 1,4 cm
Softcover
Erscheinungstermin 26.11.2020
Bestell-Nr. L95477097
ISBN 978-3-95477-097-7
Preis 36,00 (inkl. 7% Mwst)
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Zum Inhalt

Roma sind als größte ethnische Minderheit seit Jahrhunderten in Europa heimisch und sind doch bis heute massiven Vorurteilen und rassistischen Ressentiments ausgesetzt. Die longue durée der vorurteilsbehafteten Heterostereotype spiegelt sich nicht nur in Alltag und Politik, sondern auch in den unterschiedlichen Formen des graphischen Erzählens. Mehrheitsgesellschaftliche Comics und Graphic Novels bedienen sich eines sehr eingeschränkten Repertoires althergebrachter Heterostereotype. In den gegenwärtig populären Geschichts- und Reportagecomics wird hingegen versucht, eben diesen Klischeebildern durch dokufiktionale Darstellungsmodi entgegenzuwirken. Diese Strategie findet sich auch bei vielen Selbstdarstellungen von Roma, die ganz explizit in den Fokus gerückt werden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Selbst- und Fremddarstellungen sowie deren unterschiedliche Formen und Funktionen auszuloten. Der transdisziplinär-komparatistisch konzipierte Band nimmt dabei Perspektiven der Kultur- und Comicwissenschaften wie der Soziologie, Theologie und den Romani Studies ein.


Mit Beiträgen von
Dietrich Grünewald, Marina Ortrud M. Hertrampf, Martin Frenzel, Jörn Ahrens, Frank Thomas Brinkmann, Kirsten von Hagen, Sofiya Dimitrova Zahova, Ralf Kauranen, Viola Parente-Capková, Anna Vuorinne

Die Herausgeberinnen
Marina Ortrud M. Hertrampf ist Professorin für Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Passau. Forschungsschwerpunkte: Raumtheorien, Intermedialität, Comic/graphic novel, Transkulturalität, Migration, Roma-Literaturen/Kulturen, Literatur der Reformationszeit, des Ersten Weltkriegs und der Gegenwart.

Kirsten von Hagen ist seit 2013 Professorin für Französische und Spanische Literatur- und Kulturwissenschaften an der Universität Gießen. Interkulturalitätsforschung, insbesondere die Erforschung inszenierter Identität und Alterität am Beispiel von Zigeunerfiguren zählt zu ihren zentralen Forschungsschwerpunkten