Bauer, Sidonia / von Hagen, Kirsten (Hg.)
Aux frontières: Roma als Grenzgängerfiguren der Moderne
Eine kritische Betrachtung von Selbst- und Fremdrepräsentationen in der Romania
AVM.edition
21 x 14,8 cm
Softcover
Bestell-Nr. L95477107
ISBN 978-3-95477-107-3
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Zum Inhalt

Schon lange vor dem Zeitalter der Nationalismen im 19. Jahrhundert, trotz der Verfolgungen, Unterdrückungen und des Holocaust (Porajmos) im 20. Jahrhundert, repräsentieren Roma von Grenzüberschreitungen geprägte Kulturen, die immer wieder auch in der Literatur, in der bildenden Kunst und im Film dargestellt wurden. Besonders im 20. und 21. Jahrhundert kommen Eigenrepräsentationen selbst vermehrt zur textuellen und medialen Darstellung.
Die Sektion setzt sich zum Ziel, den vielfältigen Facetten der Darstellung der Roma ("Tsiganes", "Bohémiens", "Sinté", "Manouches", "Yéniches", "Gitans' etc.) nachzugehen, deren Lebensweise sich geschichtlich durch grenzüberschreitende Bewegung und Grenzbeziehungen ausgezeichnet hat. Somit strebt sie an, räumliche Konzeptionen zu untersuchen. Diese können intermedial gestaltet sein und auch verschiedene literarische Genres überschreiten. An der Grenzgängerfigur kann manifest werden, wo Beziehungsgrenzen gezogen werden, in welches Verhältnis Selbst und Anderer/s zueinander gesetzt werden und inwieweit Kulturkontakt stattfindet, gelingt und misslingt. Besonderes Interesse gilt dabei der Figur der Bohémienne / Romnia / Sintezza sowie der Rolle von Schriftlichkeit und Mündlichkeit, insbesondere was die Performanz in der literarischen oder medialen Inszenierung betrifft.

Die Herausgeberinnen
Sidonia Bauer ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin für romanische Literaturwissenschaft (Französisch und Italienisch) an der Universität zu Köln. Sie forscht u.a. zu moderner und zeitgenössischer Lyrik und zu Roma-Literaturen.


Kirsten von Hagen ist seit 2013 Professorin für Französische und Spanische Literatur- und Kulturwissenschaften an der Universität Gießen. Interkulturalitätsforschung, insbesondere die Erforschung inszenierter Identität und Alterität am Beispiel von Zigeunerfiguren zählt zu ihren zentralen Forschungsschwerpunkten